Kennenlernen
Eingewöhnung 55

 

Die Phasen des Betreuungsverhältnisses

Eingewöhnung, Trennung, Abschied

 

Das Wichtigste vorweg: Jedes Kind ist anders daraus ergeben sich große individuelle Unterschiede!!

 

Eingewöhnungsphase:

Fremdbetreuung ist zwischen dem 6. Lebensmonat und dem Ende des zweiten Lebensjahres am Schwierigsten (8-Monats-Angst: Beziehungsperson = nicht auswechselbares Liebesobjekt, Trennung = Liebesentzug)

 

Vorgehendweise:

  • Die Eltern und die Tagesmutter treffen sich um die Details zu besprechen.
  • Mutter/Vater und Kind kommen 1 – 2 x wöchentlich – 1 Monat vor dem Betreuungsbeginn zur Tagesmutter. Dauer jeweils ca. 1 Stunden.
  • Zumindest die ersten 3x ist die Mutter/der Vater dabei, sollte sich aber möglichst passiv verhalten (Forschungsergebnisse zeigen, dass diese 3 Tage besonders wichtig für die Eingewöhnung sind und nicht durch Trennung von der Bezugsperson belastet werden sollten  Mutter/Vater sollen den Raum nicht ohne Kind verlassen!)
  • Nach etwa 3 Begegnungen kann die Mutter/der Vater für etwa 15 Minuten die Wohnung verlassen. (soll aber vor der Tür bleiben) um das Kind zu trösten, wenn es sich nicht innerhalb kurzer Zeit von der Tagesmutter trösten lässt.
  • Sollte das ohne Probleme funktionieren wird das nächste Mal eine ½ Stunde und immer weiter gesteigert bis man die gewünschten Stunden erreicht hat.
  • Nach Möglichkeit sollte die Betreuung anfangs nur halbtags dauern.

Die Eingewöhnungszeit ist abgeschlossen, wenn die TM das Kind trösten kann, was nicht heißt, dass das Kind nicht weiterhin beim Abschied weint!

  • Hilfen:
  • die ersten Besuche am besten zu eher ruhigeren Zeiten (Kind sollte nicht müde sein)
  • Mitnahme von Lieblingsspielzeug etc.
  • das Kind sollte von keiner Seite gedrängt werden

 

  • Trennung:
  • Wenn das Kind beim Bringen weint, ist es wichtig, dass die Verabschiedungszeremonie möglichst kurz dauert (die Mutter/der Vater verabschiedet sich nur 1x!), und die TM die Tröstung des Kindes übernimmt.

Möglich, dass das Kind beim Geholt werden nicht mitgehen möchte und weint: wichtig ist, das Kind auf das Geholt werden rechtzeitig vorzubereiten, wichtige Dinge nicht zwischen Tür und Angel besprechen!

 

Hilfen:

 Einhalten von Zeiten

 klare Trennung zwischen Familie und Tagesfamilie

 

Abschied:

Das TK soll durch die Eltern rechtzeitig darauf vorbereitet werden (ev. die Eltern daran erinnern).

 

Hilfen:

 Gespräch: Besuche, Anrufe möglich, E-Mail

 Aufhängen von Zeichnungen/Fotos des Kindes

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